Klassische Yacht oder Katamaran im Yachteignerprogramm?

Kaum eine Frage wird aktuell unter gestandenen Seglern so intensiv diskutiert wie die Frage klassische Yacht oder Kat. Für viele Segler sind die seegehenden Kats nach wie vor keine echten Segelyachten. Wer hat denn nun eigentlich Recht? Klassische Antwort „Jeder und keiner“.

Sicherlich ist es eine große seglerische Freude eine klassische Yacht am Wind „auf der Kante“ zu steuern. Allerdings funktioniert das mit den richtigen seegehenden modernen Kats mittlerweile ebenfalls recht gut. Natürlich hat man auf der klassischen Yacht in so einer Situation eine deutlich größere Nähe zu den Elementen. Auf der anderen Seite ist der Komfort eines Katamarans beim Segeln nicht zu unterschätzen. Ich erinnere mich an einen Probeschlag mit der Leopard 45 in La Grande Motte am Tag nach der Messe im April bei 14 – 17 Knoten Wind SW. Wir segelten bei ca. 50 Grad am Wind mit 7,4 Knoten sehr komfortabel. Auf in der Nähe befindlichen klassischen Yachten sah das schon teilweise recht „sportlich“ aus. Gerade für Familien mit Kindern oder weniger „seefeste“ Freunde des Segelsports stellt der Kat mittlerweile seglerisch eine echte Alternative dar. Das Thema Komfort spielt auf dem Kat eine zentrale Rolle. Wer kennt nicht die Situation mit einer klassischen Yacht in einem alten Schwell vor Anker zu liegen und permanent alles buchstäblich festhalten zu müssen. Oder das morgentliche Wecken der berühmten „Schrankorgel“ (Flaschen, etc. nach Steuerbord – Gedenksekunde – und zurück nach Backbord – Ende unbekannt….). Das stellt sich alles auf einem Kat wesentlich ruhiger dar. Ganz zu schweigen von dem erheblich größeren Raumangebot auf einem Kat bei gleicher Länge im Verhältnis zu einer klassischen Yacht. Gerade auf der Messe in La Grande Motte in Südfrankreich im April sehe ich immer wieder sehr erstaunte Interessenten und Kunden, wenn sie zum ersten Mal einen Kat in der Realität betreten und sich im Salon umsehen.

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Braucht man nun das alles um zu segeln? Hier bekommen die Puristen unter den Seglern mit einem klaren „Nein“ wiederum ihr Recht. Und nicht zuletzt bewegt man sich bei einem seegehenden Kat im Verhältnis zu einer klassischen Yacht natürlich in einem völlig anderen Budget. Auf der anderen Seite sehe ich im Moment eine klare Verschiebung des Marktes Richtung Kat, die sich wiederum auf die Werthaltigkeit der Yacht nachhaltig auswirken dürfte.

Was nun nach all diesen Erkenntnissen? Sofern noch keine ersten Erfahrungen auf einem seegehenden Kat vorhanden sind, empfehle ich den Besuch der Messe in La Grande Motte im April in Südfrankreich um sich einen persönlichen Eindruck „am Objekt“ zu verschaffen. Sofern man danach doch von den klassischen Yachten noch nicht los kommt, gibt es im Yachteignerprogramm Stand heute einen guten  Kompromiss. Wenn man sich für den Abschluss des Yachteignerprogramms mit einer klassischen Yacht von wenigstens 41 Fuß entscheidet, kann man gegen Zahlung des Charterdifferenzpreises auch auf einen 40 Fuß Kat individuell bei Bedarf und Interesse upgraden – und dabei natürlich auch unsere weltweite Flotte nutzen. Sprechen Sie uns einfach ganz unverbindlich an. Wir finden gemeinsam für Sie die passende Lösung auf dem Weg zu Ihrer eigenen Yacht und übernehmen für Sie gegebenenfalls das gesamte Yachtmanagement inklusive aller den Unterhalt der Yacht betreffenden Kosten.

Christoph Barth

Christoph Barth Yacht Sales Agent ist Ansprechpartner für die Marken Sunsail Yachteignerprogramm,The Moorings Yachteignerprogramm und Leopard Catamarans

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